Rodelspaß im Ötztal

Die schönsten Rodelpisten

Beim Rodeln im Ötztal verbinden sich drei Winteraktivitäten zu einem Winterspaß: Gemütliches Bummeln mit warmen Winterschuhen, Einkehr in einer urigen Berghütte mit Blick auf weiß-gescheckte Urgesteinsspitzen und eine je nach Rodelweg, milde oder wilde Abfahrt in staubendem Schnee.

Text: Christian Schneeweiß / Fotos: Bernd Ritschel

Rodler finden im Ötztal ein wahres Paradies vor. Eine Riesen-Gaudi für große und kleine Piloten ist zum Beispiel auf der Feldringalm möglich. Hier sind Familien mit Kindern gut aufgehoben: Der Aufstieg ist kurz, das Gefälle der Rodelbahn gemäßigt, nirgends ist ein Abgrund, und die Kleinen können nicht einmal in einen Bach fallen. Mit Zipfelbob und Holzschlitten wuseln die vermummten Zwerge den Heraufkommenden lachend entgegen, stoßen zusammen, rauschen seitlich in den Schnee oder veranstalten eine Schneeballschlacht, kleine Heuler inklusive. Noch im Schatten geht es im tief verschneiten Wald hinauf, der unmerklich in lichten Zirbenbestand mit schneevermummten Ästen übergeht. Zwei Kehren leiten auf die Lichtung der Feldringalm, in der die wettergebräunte Almhütte bereits die Sonne einfängt. Von hier stapfen im Sommer Kühe auf die Feldringer Böden zwischen Inntal im Norden und Stubaier Alpen im Süden. Von denen ragt als nördlichster Dreitausender der mächtige Acherkogel (3.007 m) über den Bäumen heraus – während sich hinterm Inn die grau-weiß-melierten Schrofenflanken der Nördlichen Kalkalpen erheben und gegenüber die Mauer des Tschirgant mit den Schneekaren und Felskämmen des Ötztaler Geigenkamms um Aufmerksamkeit ringt. Da schmeckt die Marende, ein üppig gefülltes Brettl mit Schüttelbrot, Speck, Kaminwurzen, Butter und sauren Gurken, gleich noch besser. So schwer man sich von der warmen Holzwand löst, umso leichter fällt das Abrodeln im schneestaubgesättigten Fahrtwind auf geliehenem Schlitten in den Wald hinein.

Neben den Skigebieten Sölden und Obergurgl bietet das Ötztal im Winter viele entspannende Winterwanderwege mit Schlittenabfahrt abseits des Skitrubels.


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Heft 02/2017

 

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