Das Jura & Drei-Seen-Land

Unberührte Bergwelt mit Tradition

Im Drei-Seen-Land des Schweizer Jura trifft man auf uralte Kultur und teure Uhren, aber auch auf eine grandiose Berglandschaft.

Text/ Fotos: Michael Bauer (Abb. Matthias Taugwalder/VDT Creux du Van)

Die Panoramastraße »Grand Tour of Switzerland« führt auf einer Strecke von 1.600 Kilometern zu den schönsten Flecken der Schweiz. Spektakuläre Alpenpässe, wie der 2.436 Meter hohe Furka, der Aletschgletscher, die eindrucksvollen Gipfel des Berner Oberlands, und der Vierwaldstättersee, liegen auf der Route. Die hohen, schneebedeckten Berge mit ihren Zacken und Zinnen sind aufregend.

Folgt man, von Basel kommend, der »großen Tour« zunächst in westliche Richtung, so trifft man auf den Jura und damit auf eine ganz andere Welt.

Die Route ist dank der roten Wegweiser, die an jeder Straßenecke auftauchen, ausgezeichnet markiert. Dichte Wälder, aus denen senkrechte, weiße Kalkfelsen ragen, sanfte Hochebenen mit saftigen, grünen Wiesen prägen die Landschaft und wirken beruhigend aufs Gemüt. Kühe grasen auf den so genannten »Wytweiden«, Grasland, auf dem kleine Grüppchen Tannen und Fichten wachsen, gesäumt von kilometerlangen Mauern.

Frühe Siedler waren die überall verfolgten Mennoniten. Sie predigten die Abkehr von jeglicher Gewalt, aber – dies ist die Ironie der Menschheit – wer gewaltlos leben will, wird grundsätzlich mit Gewalt bekämpft. In der Abgeschiedenheit des Jura haben sie Zuflucht gefunden. Was sie vorfanden, waren Flächen, gespickt mit Millionen von Steinen. Überbleibsel der gewaltigen Eruptionen, die hier einst stattfanden, um Platz zu schaffen für die letzten Schübe der benachbarten, wesentlich älteren Alpen. Mit unvorstellbarer Mühsal haben die Mennoniten aufgeräumt, trugen Stein um Stein zusammen und schichteten sie zu den Mauern auf, die noch heute das Landschaftsbild bestimmen.

Im Frühsommer ist der Jura eine Fundgrube für Botaniker. Dann wachsen auf den kalkhaltigen Magerrasen der Bergregionen eine Fülle von Orchideen und andere seltene Wildpflanzen.


Den vollständigen Beitrag lesen Sie in Heft 02/2018.
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