Eat. Drink. Ski.

Winterurlaub in Alta Badia

Man kann sich wunderbar im Schnee vergnügen in Alta Badia. Oder es auch lassen – und sich ganz auf die kulinarischen Genüsse konzentrieren, für die das noble Wintersportgebiet im Herzen der Dolomiten weltbekannt ist. Am besten aber, man macht beides!

Text: Günter Kast  Abb.TVB Alta Badia, Frieder Blickle

Michil Costa, der Chef des Hotels »La Perla« in Corvara, findet die besten Tropfen des legendären Weingutes Sassicaia in der Toskana schlicht anbetungswürdig. Deshalb hat er ihnen in seinem Weinkeller, dem mit 30.000 Flaschen und mehr als 2.300 Etiketten größten in ganz Südtirol, einen Tempel errichtet. Man kann dort zur Musik von Arnold Schönberg auf einem Schemel niederknien und einen Blick auf eine der beiden Flaschen des ersten Sassicaia-Jahrgangs von 1968 werfen, die sich im Besitz von Costa befinden. Es ist nicht sicher, ob es irgendwo auf der Welt noch weitere Flaschen des Premieren-Jahrgangs gibt. Ihren Wert kann man deshalb nur schätzen, und trinken könnte man den Wein ohnehin nicht mehr. Er taucht deshalb auch nicht auf der Karte von Costas mit einem Michelin-Stern bedachten Gourmet-Restaurant »La Stüa de Michil« auf. Man kann sich dort aber einen Sassicaia für 13.000 Euro dekantieren lassen.

Zu teuer? – Nicht unbedingt. Denn unter die rund eine Million Gäste, die jeden Winter in das Hochtal im Herzen der Dolomiten pilgern, mischt sich viel italienische und inzwischen auch ausländische Prominenz. Italiens Minister, Zucchero, die Benettons und Ferraris, aber auch die Münchner Schickeria – sie alle reisen nach Alta Badia. Natürlich auch wegen der atemberaubenden Kulisse der »Bleichen Berge«, wie die Dolomiten genannt werden. Aber sie kommen vor allem wegen Typen wie Michil Costa, Norbert Niederkofler oder Moritz Craffonara. Die sind zwar immer noch Hoteliers, Köche und Gastronomen; aber in Alta Badia sind sie längst zu Entertainern, Trendsettern, bunten Hunden und Philosophen geworden.

Norbert Niederkofler hat sich die drei Sterne wahrlich verdient. Seine regionale Küche ist ganz große Kochkunst.


Den vollständigen Beitrag lesen Sie in Heft 01/2019.
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