Kleine Forscher am großen See

Entdeckungstouren am Chiemsee

Mit einer Biologin auf Libellenpirsch gehen, in einem Keltendorf Bogenschießen lernen, mit Ruderboot und Kescher das »Bayerische Meer« erkunden: Im Chiemgau verwandeln sich nicht nur Kinder in Forscher. 

Text/Fotos: Oliver Gerhard

Die Wiesen dampfen. Wasser tropft von den Blüten der Sonnenblumen. Regungslos stehen die Pferde auf der Weide. Schemenhaft hebt sich der Kirchturm von Seebruck vom grauen Schatten des Waldes ab. Immer wieder zaust der Wind an den Wipfeln der beiden Linden, die einen hölzernen Gebetsstock einrahmen. Selbst die Hofkatzen haben sich nach drinnen verkrochen. Es regnet im Chiemgau.

Doch wo sind die Kinder? Kein Freudengeschrei ist zu hören, keine streitenden Stimmen. Die Go-Karts, die sonst in rasantem Tempo über die Wege jagen, stehen fahrerlos unterm Dach. Besorgt stapft ein Elternpaar über das Gelände. In der Küche: Stille. Im Pferdestall: nichts. Im Kuhstall: glücklich fressende Tiere, deren Zuhause ausnahmsweise einmal nicht als Rennstrecke dient. 

Doch plötzlich schlägt die Scheunentür auf, Kinder flitzen durch den Regen, sie hüpfen wild auf dem Trampolin und kreischen, weil das Wasser nun auch von unten spritzt – dann geht’s zurück in die Scheune, wo ein wilder Kampf im Gange ist: Die einen sitzen auf einem Turm aus Heuballen, die anderen versuchen, die Festung zu erobern. Sie springen, johlen, klettern, toben. Und die Eltern lesen solange ein Buch. Urlaub auf dem Bauernhof!

Nach einer Wanderung oder Forschertour gibt es keine schönere Erfrischung als einen Sprung ins kühle, glasklare Wasser der Alz. Danach kann man sich in einer Blumenwiese von der Sonne trocknen lassen. 


Den vollständigen Beitrag lesen Sie in Heft 02/2019.
Jetzt im Online-Shop bestellen

Das könnte Dich auch interessieren …