Unterwegs im Zirbenland Steiermark

Eine Wohnmobil-Tour in die Alpen

Die Zirbe ist ein wahrer Methusalem unter den Bäumen, wird sie durchschnittlich doch zwischen 200 und 400 Jahre alt. Eine große Verbreitung in Europa hat das anspruchslose Kieferngewächs in den Alpen. Unser Autorenteam Silke Rommel und Thomas Rathay hat sich im Zirbenland Steiermark kundig gemacht über Outdoor-, Kulinarik- und sonstige Aktivitäten.

Text: Silke Rommel / Fotos: Thomas Rathay

Wenn Gerhard Frewein vom Zirbenshop in Weißkirchen in seinen Keller hinabsteigt, umspielt ein Lächeln sein Gesicht. In den zahlreichen Gefriertruhen schlummert sein kostbares Kapital: die Zirbenzapfen. Gemeinsam mit seiner Frau Dagmar hat er sich einen großen Wissensschatz um das Kieferngewächs angeeignet.

Bereits vor 25 Jahren hat sich die Gemeinde Obdach mit der in der Region stark verbreiteten Nadelbaumart beschäftigt. Der regionale Wissensaustausch nahm in den vergangenen zwei Jahrzehnten stark an Fahrt auf. 2009 haben sich die Gemeinden Obdach, Weißkirchen und die Stadtgemeinde Judenburg zur Tourismusregion Zirbenland Steiermark zusammengeschlossen. Zu einer Kooperation, die sozusagen von Kopf bis Fuß auf Zirbe eingestellt ist. Mehr als 70 regionale Betriebe bieten inzwischen Dienstleistungen und Produkte an, die ganz eng mit der Zirbe verknüpft sind. Sie verarbeiten sozusagen den kompletten Baum: Dabei entstehen neben Lebensmitteln, Körperpflegeprodukte, kunstvolle Objekte und Accessoires und vieles andere mehr. Wer im Zirbenland Steiermark unterwegs ist, darf den  Einheimischen gerne bei der Produktion über die Schulter schauen oder in Workshops selbst Hand anlegen.

 

Erholsam gebettet

Wahrlich entspannt kann man im Zirbenland sowohl den Tag als auch die Nacht verbringen. Was die Nachterholung anbelangt, trägt auch hier die Zirbe maßgeblich dazu bei. Touristen und »Hiesige«, wie die Einheimischen sich nennen, schlummern häufig in Zirbenholzbetten. Nachweislich ist die Schlaferholung in einem Zirbenholzbett größer als in einem Bett mit bloßem Holzdekor, was auf eine reduzierte Herzfrequenz zurückzuführen ist. »Die durchschnittliche Ersparnis lag bei 3.500 Herzschlägen pro Tag, was etwa einer Stunde Herzarbeit entspricht«, wie eine Studie der JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH (Institut für Nichtinvasive Diagnostik, Weiz) ergab. Wen wundert es, dass Zirbenholz-Schlafzimmermöbel eine wahre Renaissance erfährt?

Die Zirbe in der Natur, auf der Zunge, Haut und im Schlaf zu erleben, ist ein tolles Erlebnis! Spannend, den einheimischen Produzenten über die Schulter zu schauen


Den vollständigen Beitrag lesen Sie in Heft 03/2019.
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