Im Tal der Almen

Wanderungen, Wellness, Mountainbiken & Kulinarik

Abenteuer oder Luxus? Das geht beides, findet unsere Autorin Sandra Cammann, die ihren Ehemann Henning überredete, den Sommerurlaub in den Alpen zu verbringen.

Text: Sandra Cammann  Fotos: Henning Cammann

Wir steigen aus dem Flieger und atmen Salzburger Luft ein. In der Ankunftshalle begrüßt uns Markus Andexer vom Grossarler Hof mit einem dynamischen Händedruck. Eine Stunde fahren wir im Kleinbus die 70 km südlich bis nach Großarl im Pongau. Auf dem Weg sehen wir satte grüne Berge, die Lust auf Wanderungen machen. »Was liegt hinter Großarl?«, frage ich Markus. »Nur Hüttschlag. Diese Straße endet dort.« »Wir fahren in eine Sackgasse?« Ich weiß noch nicht, ob mir der Weitblick aus dem platten Land fehlen wird. »Hast du hier bereits deine Kindheit verbracht?«, frage ich daraufhin. »Ich wurde damals im Altersheim von Großarl geboren. Keine Ahnung, was das für eine Bedeutung haben sollte!«,  Markus schüttelt sich halb vor Lachen. Seit der Grossarler Hof 2009 eröffnet wurde, kümmern sich der sympathische Juniorchef und seine Familie ums Management. Vorher hatten seine Eltern gemeinsam mit Onkel und Tante ein Restaurant geführt. 2008 kam die Entscheidung zur Weiterentwicklung. Mit Hilfe von Investoren wurde der Grossarler Hof komplett neu errichtet – ein 50-Betten-Hotel mit viel Holz und besonderem Design.

Großarler Hof – Mit Liebe zum Detail

»Wir sind da!« Stolz zeigt uns Markus den Grossarler Hof. Staunend stehen wir vor dem prächtigen Holz-Palast.  Mit einem Willkommensbrief, Obst und einer frisch gefüllten Wasserkaraffe werden wir auf dem Zimmer begrüßt. Ich bin beeindruckt, wie gut das Wasser aus der Leitung schmeckt und lasse mich auf das rote Sofa mit den bunten Kissen sinken. Dann schaue ich zu Henning und wir denken das Gleiche: Wir wollen den Ort erkunden. Nachdem unsere Schuhe geschnürt sind,  wandern wir zunächst am Fluss entlang und entdecken riesige Fische. Dann schlendern wir weiter bis zum alten Ortskern. Von dort sehen wir die Großarler Dorfkirche auf einem Felssporn stehen. Oben angekommen, haben wir einen wunderschönen Blick auf das Tal. Moderne Shoppingläden und Cafés sehen wir auf dem Weg dorthin nicht. Vielleicht liegt es an den etwa 20 Luxushotels, die sich auf diesen kleinen Fleck tummeln und bereits alles bieten, was das Herz begehrt.

Als wir wieder im Hotel eintreffen, fragen wir Markus, ob er uns einen Tipp für unsere erste alpine Wanderung geben kann. Freudig setzt er sich mit einer Wanderkarte an unseren Tisch und empfiehlt eine Übernachtung auf der Mooslehenalm. »Auf der Hütte sind Toiletten und Dusche auf dem Gang. Etwas spartanischer als die Zimmer hier im Hotel, aber dennoch sehr gemütlich«, versichert uns Markus. Hennings Augen strahlen – ein Funken Abenteuer blitzt in ihm auf. Auf der Wanderkarte gehen wir die Wege durch: geschätzte acht Stunden zu Fuß. Das können wir schaffen. »Wenn ihr Lust habt, könnt ihr auch eine geführte Yogawanderung mitmachen. Die Gruppe von Berg-Gesund startet Morgen um 9 Uhr.« Das klingt verlockend, aber beides schaffen wir zeitlich nicht.

Gäste des GROSSARLER HOFS können auch eine Übernachtung auf der Mooslehenalm buchen. Vier hochwertig ausgestattete, gemütliche Zimmer stehen dort
zur Verfügung.


Den vollständigen Beitrag lesen Sie in Heft 02/2018.
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