Zu Füßen der berühmten Drei Zinnen

Ein echtes Muss für Langläufer! Dolomitenregion 3 Zinnen

Sie sind die berühmtesten Berge der Dolomiten, sie muss man gesehen haben. Die Drei Zinnen oder Tre Cime di Lavaredo sind auch wirklich wunderschön anzusehen. Langlaufen mit Drei Zinnen-Blick? Ein Traum!

Abb.: 3 Zinnen Marketing/Harald Wisthaler

Wer einmal in der Dolomitenregion 3 Zinnen auf den Loipen unterwegs war, wird allerdings so viel mehr sehen, dass der Anblick des Dolomitenwahrzeichens am Ende zwar längst nicht verblasst, aber doch zu einem Bild von vielen wird. Da stehen Elfer und Zwölfer über Sexten, da erhebt sich der Haunold über Innichen oder der Seekofel über Prags, steile, zerklüftete Felsberge, die jederzeit auch als Himalayariesen durchgehen würden, wenn man sich die schmucken Kirchen und die Südtiroler Architektur wegdenkt.

Klack, klack. Mit einem leisen Geräusch schnappen die Schuhe in die Bindungen. Es fehlt nicht viel und man könnte die Ski gleich direkt am Frühstücksbuffet anschnallen. In vielen Unterkünften in Toblach, Innichen, Sexten, Niederdorf und Prags müssten wohl nur die Hauseingänge verbreitert werden, dann würden die Spurgeräte direkt in die Skikeller fahren können.

Ohnehin hat man den Eindruck, die Loipengeräte würden von Dezember bis April im 24 Stunden-Betrieb laufen. Ab Weihnachten verspricht man den Sportlern Schneesicherheit, und auf den 200 Kilometern Langlaufloipe des Gebiets »3 Zinnen Dolomiten« ist Langlaufen auch praktisch immer möglich. Speziell um die Nordic Arena bei Toblach kann man immer und abends sogar mit Flutlicht laufen. Die Loipen werden auch von den Profis geschätzt und sind in bestem Zustand.

Liegen die Talorte wirklich einmal zu niedrig, um außerhalb der Kunstschneestrecken laufen zu können, dann gibt es immer noch die Höhenloipe auf der Plätzwiese. Für viele Kenner gehört sie sowieso zu den fotogensten in Italien. Im Norden des Naturparks Fanes-Sennes-Prags ist auf einem herrlichen Almgelände in über 2.000 Metern Höhe ein abwechslungsreicher Kurs gespurt. Genießer möchten alle paar Meter stehen bleiben und den Fotoapparat oder das Smartphone zücken, aber selbst Vollblutsportler werden auf der Plätzwiese zu Höhenflügen ansetzen – alles andere ist fast unvorstellbar. 

Zwischen dem Naturpark Drei Zinnen und dem Naturpark Fanes-Sennes-Prags befindet sich der Toblacher See. Hier tut sich der »Drei-Zinnen-Blick« auf. Pittoresk ist aber auch der Cristallostock. Die Felstürme wirken wie die Zinnen einer Riesenfestung, die himmelhoch den Horizont bilden. Am schönsten ist das Höhlensteintal dort, wo es sich am Dürrensee ein wenig öffnet, aber die Loipen ziehen sich noch weiter bis fast ins Unendliche: über die Grenzen des Naturparks Drei Zinnen und bis über die Regionengrenze hinaus.

Das Manko der Dolomitenregion 3 Zinnen? Die kompletten 200 Loipenkilometer schaffen die wenigsten Besucher. Dazu muss man schon mehrmals nach Südtirol kommen!


Reiseinfo

www.drei-zinnen.info/langlauf

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